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Machtspiele&Ambivalenzen

Schach in Wort und Bild — dem Jahr 1934 gewidmet

Glastür mit Rundbogenfenster und Schriftzug der Münchner Schachakademie, daneben ein Holzschnitt mit zwei Männern am Schachbrett
Ausstellung
Zweite Ausstellung der Stiftung
Zeitraum
Mai 2014
Ort
Schachakademie München
Anlass
Der WM-Kampf Aljechin – Bogoljubow, München 1934
Themen
Schachfunk, Schachspalten, Café Stefanie, Duchamp in München
Eröffnung
Buchpräsentation am 9. Mai 2014

Die zweite Ausstellung der Stiftung, gezeigt in der Schachakademie München, war dem Jahr 1934 gewidmet. Damals wurde ein Abschnitt des Weltmeisterschaftskampfs zwischen Alexander Aljechin und Efim Bogoljubow – drei Partien vom 5. bis 12. Mai – unter enormem Publikumsinteresse in München ausgetragen.

Ausgewählte Dokumente zeigten, wie sich die Machtspiele und Ambivalenzen der Zeit des Nationalsozialismus im Schach niederschlugen: in den Schachfunksendungen des Bayerischen Rundfunks, die es seit 1925 regelmäßig gab, und in den wöchentlichen Schachspalten der Münchner Tageszeitungen. Das Schachcafé Stefanie, Marcel Duchamp in München und Max Essers Schachspiel „Die Schlacht am Teutoburger Wald“ im Spiegel der Kritik von 1934 ergaben ein facettenreiches Bild vom Schach in der Kunst jener Jahre.

Vorgestellt wurden Persönlichkeiten wie Siegbert Tarrasch, der 1934 in München starb, Eduard Dyckhoff, Sonja Graf und Friedl Rinder, schachspielende Schriftsteller wie Erich Mühsam und Georg Britting sowie Schachmotive bei Max Unold und A. Paul Weber.

Eindrücke

Katalog zur Ausstellung

2014 · 112 Seiten · 29,– €

Mit Beiträgen von Georg Schweiger, Natascha Niemeyer-Wasserer, Ernst Strouhal, Herbert Graf und Stefan Kindermann, vielen farbigen Abbildungen und dem Verzeichnis der ausgestellten Werke.